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In einer prospektiven Studie unter zu Hause lebenden Männern und Frauen ab 65 Jahren hatten 8,5 % Blutarmut nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation.[1]
Auf dieser Seite lesen Sie, was Hämoglobin ist, was die Leitlinien zu einem zu niedrigen oder zu hohen Wert sagen, was Ihren Wert beeinflusst und welche Werte Sie am besten zusammen damit betrachten.
Auch: Hb, Hgb, H&H. Beim Labor: KBB.
Hämoglobin ist ein eisenreiches Eiweiß in Ihren roten Blutkörperchen. Es bringt Sauerstoff von Ihrer Lunge in den Rest Ihres Körpers. Ihre Zellen brauchen diesen Sauerstoff, um zu wachsen, sich zu vermehren und Energie zu bilden. Andere Namen für diesen Wert sind Hb, Hgb und H&H.[2]
Ein Hämoglobintest misst, wie viel Hämoglobin in Ihrem Blut steckt. Ihr Wert gibt Auskunft über die Gesundheit Ihrer roten Blutkörperchen. Ist der Wert abweichend, dann kann das auf eine Erkrankung des Blutes hinweisen. Der Wert wird meistens als Teil des Blutbildes bestimmt, einer Gruppe von Tests, die die Anzahl und die Art der Zellen in Ihrem Blut misst.[2]
Ein Hämoglobintest ist nicht dasselbe wie ein Hämoglobin-A1C-Test. Der A1C-Test wird verwendet, um Ihre durchschnittliche Blutglukose anzuschauen, also Ihren Blutzucker. Auf den Hämoglobintest selbst müssen Sie sich nicht besonders vorbereiten. Hat der Arzt auch andere Bluttests angefordert, dann kann es nötig sein, dass Sie einige Stunden nüchtern bleiben.[2]
Bei einer Blutarmut bekommen die Zellen in Ihrem Körper nicht den ganzen Sauerstoff, den sie brauchen. Beschwerden, die zu einer Blutarmut gehören, sind Schwäche, Schwindel und kalte Hände und Füße. Deshalb schaut ein Arzt auf Ihr Hämoglobin, wenn Sie solche Beschwerden haben.[2]
Ein Arzt kann den Test bei einer Routinekontrolle anfordern. Andere Gründe sind eine erbliche Erkrankung des Blutes in der Familie, eine Ernährung mit wenig Eisen und anderen Mineralstoffen, oder ein großer Blutverlust durch eine Wunde oder eine Operation. Der Test wird auch verwendet, um zu verfolgen, wie sich ein Wert während der Versorgung bei einer Blutarmut entwickelt.[2]
In der Cardiovascular Health Study wurden 5888 zu Hause lebende Männer und Frauen ab 65 Jahren begleitet, mit 11,2 Jahren Nachbeobachtung. Sowohl niedrigere als auch höhere Hämoglobinwerte und Blutarmut nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation hingen darin unabhängig mit einer höheren Sterblichkeit zusammen. Eine Korrektur für Nierenfunktion, Entzündung oder Gebrechlichkeit machte diesen Zusammenhang nicht kleiner.[1]
Der Test kann nicht sagen, wodurch ein abweichender Wert entsteht. Er hilft dem Arzt aber dabei, einzuschätzen, wie ernst die Situation sein kann. Um Ihr Ergebnis zu lesen, schaut der Arzt auch auf Ihre Beschwerden, Ihre Vorgeschichte und die Ergebnisse anderer Bluttests.[2]
Das Labor, mit dem BioProfile arbeitet, Labplusarts, verwendet für Hämoglobin (KBB) einen Referenzwert von 8,3 bis 10,7 mmol/l. Einen Wert zwischen diesen Grenzen nennt das Labor normal.[3]
| Wert | Was es bedeuten kann | Für wen |
|---|---|---|
| Niedriger als 13 g/dl[1] | Blutarmut nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation; in der Studie zusammen mit einer höheren Sterblichkeit | Männer ab 65 Jahren in der Studie |
| Niedriger als 12 g/dl[1] | Blutarmut nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation; in der Studie zusammen mit einer höheren Sterblichkeit | Frauen ab 65 Jahren in der Studie |
| Niedriger als 13,7 g/dl[1] | Niedrigstes Fünftel der Werte; in der Studie zusammen mit einer höheren Sterblichkeit als in der vierten Gruppe | Männer ab 65 Jahren in der Studie |
| Niedriger als 12,6 g/dl[1] | Niedrigstes Fünftel der Werte; in der Studie zusammen mit einer höheren Sterblichkeit als in der vierten Gruppe | Frauen ab 65 Jahren in der Studie |
| Höchstes Fünftel der Werte[1] | In der Studie zusammen mit einer höheren Sterblichkeit als in der vierten Gruppe | Männer und Frauen ab 65 Jahren in der Studie |
Grenzwerte aus der Cardiovascular Health Study, einer prospektiven Studie unter 5888 zu Hause lebenden Männern und Frauen von 65 Jahren und älter in den Vereinigten Staaten, mit 11,2 Jahren Follow-up. Die Grenzen gelten für diese Gruppe, nicht als allgemeine Norm.[1]
Ein niedriger Hämoglobinwert kann auf verschiedene Formen der Blutarmut hinweisen, auf eine erbliche Erkrankung des Blutes, auf einen Eisenmangel, auf eine Erkrankung der Leber oder auf andere Erkrankungen. Auch ein Blutverlust durch eine Wunde, durch eine starke Menstruation oder durch etwas anderes kann Ihren Wert senken. Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen, wie Eisen oder Vitamin B-12, kann ebenfalls dazugehören.[2]
Ein hoher Hämoglobinwert kann auf eine Krankheit der Lunge hinweisen, auf eine Erkrankung des Herzens, auf eine Erkrankung des Knochenmarks, bei der es zu viele rote Blutkörperchen bildet, oder auf eine Erkrankung, bei der Sie im Schlaf immer wieder mit dem Atmen aufhören. Auch das Wohnen in großer Höhe kann einen hohen Wert geben. Ein Wert außerhalb des Bereichs bedeutet also nicht immer, dass eine Erkrankung vorliegt.[2]
BioProfile arbeitet an eigenen Zonen pro Wert, von Risiko bis optimal. Ein Arzt prüft diese Zonen, bevor sie in Ihrem Ergebnis erscheinen.
Ihre Ernährung kann Ihr Ergebnis beeinflussen. Eine Ernährung mit wenig Eisen und anderen Mineralstoffen ist für einen Arzt ein Grund, Ihr Hämoglobin bestimmen zu lassen. Ein Mangel an Eisen oder an Vitamin B-12 kann mit einem niedrigen Wert einhergehen.[2]
Bestimmte Medikamente können Ihr Ergebnis beeinflussen. Auch eine Austrocknung kann Ihren Wert verändern. Sagen Sie dem Arzt deshalb, welche Medikamente Sie einnehmen.[2]
Wenn Sie in großer Höhe wohnen, kann das einen hohen Hämoglobinwert ergeben, auch ohne dass etwas nicht in Ordnung ist. Rauchen kann Ihr Ergebnis beeinflussen. Wie viel Sie sich bewegen, spielt ebenfalls mit.[2]
Der Referenzbereich kann sich je nach Labor und je nach Alter, Herkunft und Geschlecht unterscheiden. Auch bestimmte genetische Erkrankungen können Ihr Ergebnis beeinflussen. Vergleichen Sie Ihren Wert deshalb mit dem Bereich des Labors, das Ihr Blut untersucht hat.[2]
Hämoglobin ist in allen fünf Paketen enthalten, von BioProfile 31 bis BioProfile 150.[4]
Die BioProfile-Redaktion hat diese Seite am 30. September 2026 aus den Quellen unten geschrieben, die wir am 30. September 2026 gelesen haben. Jede Zahl auf dieser Seite steht in einer dieser Quellen, mit der Nummer dieser Quelle dabei. Eine Fachperson prüft diese Seite noch; nach dieser Prüfung stehen der Name dieser Fachperson und das Datum der Prüfung oben auf der Seite. Diese Seite gibt eine Erklärung und keine Diagnose. Besprechen Sie einen abweichenden Wert mit Ihrem Hausarzt.