In einer landesweiten Studie mit 8175 Erwachsenen ab 45 Jahren ging eine höhere RDW stark mit einem höheren Sterberisiko einher. Das galt auch für Menschen ohne Blutarmut.[1]
Auf dieser Seite lesen Sie, was RDW ist, was die Leitlinien über einen zu niedrigen oder zu hohen Wert sagen, was Ihren Wert beeinflusst und welche Werte Sie am besten daneben betrachten.
Auch: Verteilungsbreite der roten Blutkörperchen, Erythrozytenverteilungsbreite, RDW-SD. Im Labor: RDW.
RDW steht für die Verteilungsbreite Ihrer roten Blutkörperchen. Der Test misst, wie stark sich diese Zellen in Größe und Volumen unterscheiden. Rote Blutkörperchen werden in Ihrem Knochenmark gebildet. Sie enthalten Hämoglobin, ein eisenhaltiges Eiweiß, das Sauerstoff von Ihrer Lunge zu jeder Zelle Ihres Körpers bringt.[2]
Normalerweise sind Ihre roten Blutkörperchen ungefähr gleich groß. Das Labor trägt die Größe in einer Grafik auf. Liegen die Zellen dicht beieinander, ist die RDW niedrig. Liegen sie weiter auseinander, ist die RDW hoch.[2]
Die RDW ist oft Teil des großen Blutbilds. Der Wert steht meist als Prozentangabe in Ihrem Ergebnis und wird mit einem Referenzbereich verglichen. Dieser Referenzbereich kann von Labor zu Labor verschieden sein.[2]
Unterschiede in der Größe Ihrer roten Blutkörperchen können beeinflussen, wie gut sie Sauerstoff durch Ihren Körper transportieren. Deshalb hilft RDW einem Arzt, nach der Ursache einer Blutarmut zu suchen.[2]
Ein Arzt kann den Test bei Beschwerden anordnen, die zu einer Blutarmut passen, etwa Kurzatmigkeit, Schwäche oder Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel oder ein unregelmäßiger Herzschlag. Auch kann die RDW zusammen mit anderen Tests bei einer erblichen Erkrankung des Blutes helfen.[2]
Eine Studie bei Erwachsenen ab 45 Jahren sah die RDW als starken Vorhersagefaktor für das Sterberisiko in der Allgemeinbevölkerung. Dieser Zusammenhang blieb auch bei Menschen ohne Blutarmut bestehen.[1]
Auch eine normale RDW sagt nicht alles. Ihre roten Blutkörperchen können dann trotzdem größer oder kleiner sein als gewöhnlich, und Sie können dennoch eine Blutarmut haben.[2]
Das Labor, mit dem BioProfile zusammenarbeitet, Labplusarts, gibt für die RDW keine Zahl als Grenze an. Das Labor nennt es eine qualitative Bestimmung. Einen Wert innerhalb der Grenzen nennt das Labor normal.[3]
| Wert | Was es bedeuten kann | Für wen |
|---|---|---|
| 11% bis 15%[1] | Der Referenzbereich in dieser Studie. Auch innerhalb dieses Referenzbereichs ging eine höhere RDW mit einem höheren Sterberisiko einher. | Erwachsene ab 45 Jahren ohne Mangel an Eisen, Folsäure oder Vitamin B12 |
| Je 1% höher[1] | Ein um 22% höheres Sterberisiko | Erwachsene ab 45 Jahren in der Allgemeinbevölkerung |
| Höchstes Fünftel der Werte[1] | Risikoverhältnis 2,1 für Sterblichkeit, verglichen mit dem niedrigsten Fünftel | Erwachsene ab 45 Jahren in der Allgemeinbevölkerung |
Quelle: Patel und Kollegen, Archives of Internal Medicine. Eine landesweite Studie mit 8175 Erwachsenen ab 45 Jahren. Es geht um Gruppen, nicht um eine einzelne Person.[1]
Eine niedrige RDW bedeutet, dass Ihre roten Blutkörperchen ungefähr gleich groß sind. Das ist kein Zeichen einer Blutarmut und meist kein Grund zur Sorge.[2]
Eine hohe RDW bedeutet, dass sich Ihre roten Blutkörperchen stärker in der Größe unterscheiden als normal. Das kann auf eine langwierige Erkrankung der Leber hinweisen, auf eine Erkrankung des Herzens oder der Nieren, eine Störung des Blutzuckers oder eine bösartige Erkrankung, vor allem des Dickdarms. Ihr Arzt schaut sich dann auch Ihre anderen Blutwerte an.[2]
BioProfile arbeitet an eigenen Zonen pro Wert, von Risiko bis optimal. Ein Arzt prüft diese Zonen, bevor sie in Ihrem Ergebnis erscheinen.
Nehmen Sie mit der Nahrung wenig Eisen und andere Mineralstoffe auf, kann ein Arzt die RDW messen lassen. Zusammen mit anderen Blutwerten kann die RDW helfen, einen Eisenmangel aufzuspüren.[2]
Starker Blutverlust durch eine Wunde oder eine Operation ist ein Grund, RDW zu messen.[2]
Kommt in Ihrer Familie eine erbliche Erkrankung des Blutes vor oder haben Sie eine langwierige Krankheit, zum Beispiel des Darms, kann ein Arzt die RDW messen lassen.[2]
Sie müssen sich auf den Test nicht besonders vorbereiten. Der Referenzbereich kann allerdings von Labor zu Labor verschieden sein.[2]
RDW ist in allen fünf Paketen enthalten, von BioProfile 31 bis BioProfile 150.[4]
Die BioProfile-Redaktion hat diese Seite am 3. Oktober 2026 auf Grundlage der unten genannten Quellen verfasst, die wir am 3. Oktober 2026 gelesen haben. Jede Zahl auf dieser Seite steht in einer dieser Quellen, jeweils mit der Nummer der Quelle. Eine Fachperson prüft diese Seite noch. Nach dieser Prüfung stehen der Name der Fachperson und das Datum der Prüfung oben auf der Seite. Diese Seite dient der Erklärung und stellt keine Diagnose. Besprechen Sie einen abweichenden Wert mit Ihrer Hausarztpraxis.