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Sind Sie älter als 60 Jahre? Dann haben Sie laut MedlinePlus ein höheres Risiko für eine Erkrankung der Nieren. Eine eGFR zeigt, wie gut Ihre Nieren arbeiten.[1]
Auf dieser Seite lesen Sie, was die eGFR ist, was die Leitlinien über einen zu niedrigen oder zu hohen Wert sagen, was Ihren Wert beeinflusst und welche Werte Sie am besten daneben betrachten.
Auch genannt: geschätzte GFR, berechnete glomeruläre Filtrationsrate, cGFR. Im Labor: CKDEPI.
Ihre Nieren liegen beiderseits der Wirbelsäule, direkt unter den Rippen. Sie besitzen winzige Filter, die Glomeruli. Diese entfernen Abfallstoffe und überschüssiges Wasser aus Ihrem Blut und leiten sie über den Urin ab.[1]
Die Filterleistung direkt zu messen ist aufwendig und nicht überall möglich. Deshalb nutzen Fachleute meist eine Schätzung: die eGFR. Sie beginnt oft beim Kreatinin, einem Abbauprodukt, das durch den normalen Verschleiß Ihrer Muskeln entsteht.[1]
Kreatinin allein reicht nicht aus, denn Menschen bilden unterschiedliche Mengen davon. Eine Rechenformel bezieht deshalb auch Ihr Alter, Ihr Gewicht, Ihre Größe und Ihr Geschlecht mit ein. Manchmal wird Cystatin C verwendet, ein Eiweiß, das nicht von Muskelmasse, Alter oder Ernährung abhängt.[1]
Eine Erkrankung der Nieren verursacht im frühen Stadium meist keine Beschwerden. Eine eGFR kann sie dann trotzdem sichtbar machen. So können Sie und Ihr Behandlungsteam rechtzeitig über die nächsten Schritte sprechen.[1]
Ihr Risiko für eine Erkrankung der Nieren ist höher, wenn Sie Bluthochdruck oder eine Erkrankung des Herzens haben, rauchen, älter als 60 Jahre sind oder wenn Erkrankungen der Nieren in Ihrer Familie vorkommen. Fragen Sie dann Ihr Behandlungsteam, wie oft ein Test sinnvoll ist.[1]
In einem späteren Stadium kann eine Erkrankung der Nieren durchaus Beschwerden verursachen. Dazu gehören Schwellungen an Beinen, Füßen, Knöcheln, Händen oder im Gesicht, häufigeres oder selteneres Wasserlassen, trockene Haut oder Juckreiz, Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Übelkeit und weniger Appetit.[1]
Eine internationale Leitlinie von KDIGO beschreibt, wie Ärzte eine Blutarmut bei Menschen mit einer langfristigen Erkrankung der Nieren beurteilen.[2]
Labplusarts, das Labor, mit dem BioProfile zusammenarbeitet, verwendet für die eGFR einen Referenzwert von 90 bis 120 ml/min/1,73 m2. Einen Wert innerhalb dieser Grenzen bezeichnet das Labor als normal.[3]
| Wert | Was es bedeuten kann | Für wen |
|---|---|---|
| 90 bis 120 ml/min/1,73 m2[3] | Das Labor nennt einen Wert zwischen diesen Grenzen normal | Messungen bei Labplusarts |
Referenzwert von Labplusarts, dem Labor, mit dem BioProfile zusammenarbeitet, für die eGFR (CKDEPI).[3]
Eine niedrige eGFR kann darauf hinweisen, dass Ihre Nieren Abfallstoffe zu langsam filtern. Das kann ein Zeichen für eine Schädigung der Nieren durch eine Erkrankung der Nieren sein. Ihr Behandlungsteam prüft, was Ihr Ergebnis für Sie bedeutet.[1]
BioProfile arbeitet an eigenen Zonen pro Wert, von Risiko bis optimal. Ein Arzt prüft diese Zonen, bevor sie in Ihrem Ergebnis erscheinen.
Manche Lebensmittel, etwa Fleisch, können Ihre eGFR beeinflussen. Deshalb bittet Ihr Behandlungsteam Sie manchmal, einige Stunden vor dem Test nichts zu essen oder kein Fleisch zu essen.[1]
Bestimmte Medikamente können Ihr Ergebnis beeinflussen. Informieren Sie Ihr Behandlungsteam über alles, was Sie einnehmen. Setzen Sie ein Medikament nicht selbst ab, sondern nur, wenn Ihr Behandlungsteam es Ihnen sagt.[1]
Wie viel Kreatinin Sie bilden, hängt von Ihrem Körperbau, Ihrer Ernährung und Ihrer körperlichen Aktivität ab. Haben Sie viel Muskelmasse, sind Sie schwanger oder fehlt Ihnen eine Gliedmaße, dann kann ein Ergebnis auf Basis von Kreatinin weniger genau sein. Ihr Behandlungsteam entscheidet sich dann manchmal für Cystatin C oder eine direkte Messung.[1]
Die eGFR ist in BioProfile 77, 98, 121 und 150 enthalten.[4]
Die BioProfile-Redaktion hat diese Seite am 6. Oktober 2026 auf Grundlage der unten genannten Quellen geschrieben, die wir am 6. Oktober 2026 gelesen haben. Jede Zahl auf dieser Seite steht in einer dieser Quellen, jeweils mit der Nummer der Quelle. Eine Fachperson prüft diese Seite noch; nach dieser Prüfung stehen der Name der Fachperson und das Datum der Prüfung oben auf der Seite. Diese Seite dient der Erklärung und stellt keine Diagnose. Besprechen Sie einen abweichenden Wert mit Ihrem Hausarzt.